| GameForce M15G3 - der HawkForce Hybrid-Gamer im Vorabtest |
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| Geschrieben von: Malte Misiak |
| Mittwoch, den 10. März 2010 um 20:35 Uhr |
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Das 15,6“-Multimedia-Book mit Gamingambitionen ist schon eine kleine Premiere – immerhin sind wir die ersten, die den jüngsten Sproß der HawkForce-Produktpalette in Augenschein nehmen dürfen. Das Gerät basiert auf einem Barebone von Quanta und ist mit dem Intel Core i3-330 ausgestattet, dem bei Bedarf der neue nVidia-Grafikprozessor GT335M zur Seite steht.
Konfiguration unsere Testsystems:
Die Verarbeitung des Gehäuses wirkt auf den ersten Blick überraschend gut, kein knarzen ist beim Druck auf die Oberfläche zu vernehmen. Der schwarze Displaydeckel ist hochglanzpoliert und von einem feinen Linienmuster durchzogen und wirkt wie der Rest des Gerätes hochwertig. Die Scharniere halten das Display fest in Position. An die haptische Anmutung eines Metallgehäuses kommt das Kunststoffgehäuse erwartungsgemäß nicht heran, für ein Notebook dieser Preisklasse aber mehr als in Ordnung.
Nach dem ersten Start sind wir positiv überrascht, denn die 500GB-Festplatte ist das einzige Geräusch, was wir vernehmen – dies hätten wir von einem Einstiegs-Gamer nicht erwartet. Ein Blick ins Bios sorgt für eine weitere Überraschung, denn die Lüfterdrehzahl kann manuell in mehreren Stufen geregelt werden – nettes Gimmick.
( Anmerkung in eigener Sache: Statt dem Beinamen „Katana“ (=jap. Samurai-Schwert) wäre der Beiname „Ninja“ (=Schattenkrieger) viel passender gewesen: Ein derart leises Gaming-Book habe ich bis dato noch nicht erlebt!)
Das verbaute HD-Ready-Display mit eine Auflösung von 1366x768 ist (leider) eine spiegelnde Glare-Variante, ausgedehnte Außeneinsätze sind also nicht zu empfehlen. Subjektiv überzeugt das Display dennoch, da die Ausleuchtung sehr homogen scheint und Kontraste sowie Blickwinkelstabilität auch keinen Anlass zum meckern geben. Verglichen mit dem (guten) Display des W870CU, welches wir vor einigen Tagen antesten durften, scheint die maximale Helligkeit des LED-beleuchteten Displays des m15G3 etwas geringer zu sein…
Ein Blick auf die Ausstattung offenbart keine Schwächen. Neben drei USB-Anschlüssen (einer davon ist ein kombinierter eSATA-Anschluss), Cardreader, VGA und HDMI-Ausgang, Express-Card-Slot und den Anschlüssen für Kopfhörer und Mikrofon, bietet das Gerät mit integriertem Bluetooth und Draft-N WLAN-Adapter alle wichtigen Features für den täglichen Gebrauch. Ob eine integrierte UMTS-Karte optional erworben werden kann, konnten wir bis dato leider nicht in Erfahrung bringen.
Die Tastatur gibt auf Druck nur minimal nach und bietet ein hervorragendes Schreibgefühl, nur ist die Beschriftung der Tasten leider etwas klein ausgefallen (sieheBild). Das mittelgroße Touchpad reagiert direkt auf Eingaben und gibt ebenfalls keinen Grund zur Klage. Die Oberflache unterhalb der Tastatur ist geriffelt und angenehm griffig.
Der verbaute GeForce GT 335M-Grafikchip taktet mit 450MHz, verfügt über 72 Shadereinheiten und 1024MB DDR3 Grafikspeicher, der mit einem 128-bit Speicherinterface an den Chip angebunden ist: Für ein Action Game oder den Shooter für Zwischendurch absolut ausreichend.
Wir wollten natürlich wissen, wie potent die verbaute Grafiklösung ist und jagten das Book durch den 3D-Mark06. Erwartungsgemäß verhindert der schwache Core i3-330 ein besseres Ergebnis - mit einer potenteren CPU wäre wohl noch die 8000er Marke zu knacken gewesen. Leistungstechnisch ordnet sich nVidias 335er Chip also irgendwo zwischen einer Radeon 4650 und einer Radeon 5650 ein, was für Gelegenheitsspieler aber vollkommen ausreichend sein sollte.
Leider war die Hybrid-Funktion „Optimus“ bei unserem Testgerät nicht aktiv, was laut HawkForce mit einem zukünftigen Bios-Update aber ermöglicht werden sollte. Von daher waren wir gespannt, wie lange der Akku mit der dedizierten Grafik im Office-Betrieb durchhalten würde. Bei niedrigster Displayhelligkeit und aktiver WLAN-Verbindung war der Akku nach gut 2,5 Stunden leer - ein durchschnittlicher Wert für ein Gerät dieser Größe.
Fazit: Zu den Stärken des neuen HawkForce-Gamers gehört vor allem die Verarbeitung, das Display, die verbaute Kühlung, die für ein Gamerbook sensationell leise arbeitet, und die Tastatur. Bis auf die inaktive Hybrid-Funktion und die etwas zu klein geratenen Tastaturbeschriftung hat das Gerät keine nennenswerten Schwachstellen und bietet sich daher als Allroundgerät an. Angesichts der gebotenen Qualität & Leistung des Testgerätes ist der geforderte Preis von 774 Euro absolut in Ordnung. Interessenten, die das Gerät vorrangig zum Spielen nutzen wollen, sollten aber noch ein paar Euros mehr in die Hand nehmen und bei der Bestellung zu einem Prozessor der Core i5-Reihe greifen.
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| Zuletzt aktualisiert am Freitag, den 18. Februar 2011 um 12:51 Uhr |









